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  Oldenburger Köpfe  
  (Nordwest Zeitung vom 09.06.1995)  
     
  Frauen können im Beruf besser sein als Männer, doch ohne Netzwerk kommen sie selten weiter: Das hat Rita Korn am eigenen Leib erfahren. Sie wollte nach ihrem Studium der Diplom-Pädagogik in die Personalentwicklungsabteilung eines Versicherungskonzerns. Doch die Vorgesetzten vertrösteten sie immer wieder und rieten ihr, noch weiter an der Basis im Verkauf Erfahrungen zu sammeln. Derweil beobachtete die gebürtige Hamburgerin, wie jüngere Männer, die gerade direkt von der Uni kamen, an ihr vorbeizogen.

Da war sie immerhin schon eine gestandene Frau: Denn studiert hatte sie in Oldenburg erst, nachdem sie eine Ausbildung als Bürokauffrau gemacht, geheiratet, zwei Kinder bekommen und sich wieder von ihrem Mann getrennt hatte. Weiter Erfahrungen an der Basis sammeln, das wollte sie nicht. Konsequenz: Sie kündigte, machte sich als Finanz- und Versicherungsberaterin selbständig und gründete gleichzeitig den Oldenburger Club des Verbandes berufstätiger Frauen, dessen Vorsitzende sie seither ist. Viele Frauen, so glaubt sie, unterschätzen die Wichtigkeit des Berufes im Leben. Und dieser Satz richtet sich keineswegs gegen Männer, denn "ohne meinen Partner, der zu mir steht, hätte ich das alles nicht geschafft", sagt sie gleichwohl. Ihr Sohn macht Abitur, die Tochter studiert in Paris Kunst. "Eine gute Ausbildung ist für Mädchen natürlich ebenso wichtig wie für einen Jungen."

Für das Wohl von Frauen im Beruf will sie sich weiterhin engagieren, womöglich auch stärker politisch. Einstweilen wünscht sie sich in Oldenburg ein "Frauenstadthaus", in dem Unternehmerinnen jeder Branche ein Zuhause finden. "Dort kann die Handwerkerin ebenso ihren Betrieb führen wie die Rechtsanwältin. Dort dürfen übrigens auch Männer arbeiten, aber nicht als Chefs." Rita Korn ist kein Blaustrumpf, aber für die Rechte der Frauen muß in ihren Augen noch viel getan werden. Sie packt es an. ine


 
 
 
   

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